Osteopathie für Pferde

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Ganzheitliche Behandlung des Bewegungs­apparates

Osteopathie ist eine Methode zur Heilung von Dysfunktionen im Bewegungsapparat. Der Pferdeosteopath spürt diese im Körper auf und regt mit sanften Griffen die Selbstheilung an. Ziel jeder osteopathischen Behandlung ist ein Mobilitätsgewinn, d.h. die Wiedererlangung des natürlichen Bewegungsablaufs.

​Neben dem klassichen Behandlungsansatz greift die Osteopathie auch auf die Chiropraktik zurück. Die Chiropraktik ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode mit dem Ziel, die normale Beweglichkeit der Gelenke wiederherzustellen. Dabei werden sowohl das gestörte Gelenkspiel als auch die Verschiebung berücksichtigt.

Die Osteopathie dient als medizinisch sinnvolle Ergänzung zur normalen Schulmedizin.

Wann ist eine Behandlung sinnvoll?

Eine Behandlung ist empfehlenswert bei Lahmheit in Absprache mit dem Tierarzt, bei Rückenproblemen, Taktfehlern, Steifheit oder Widersetzlichkeiten sowie bei auffälliger Kopf-, Hals- oder Schweifhaltung. Auch bei Leistungsabfall, Schmerzanzeichen, plötzlichen Verhaltensänderungen oder während der Wettkampfbetreuung kann sie unterstützend wirken. Darüber hinaus begleitet die Osteotherapie die Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen, hilft bei Komplikationen nach dem Abfohlen, bei Sattel- oder Gurtzwang sowie bei schlecht heilendem Narbengewebe. Als begleitende Maßnahme in der Rekonvaleszenz und als regelmäßiger Vorsorge-Check trägt sie dazu bei, Probleme frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.

Vor der Behandlung ist es wichtig, auf die Signale des Pferdes zu achten, da es meist selbst zeigt, wann Unterstützung notwendig ist. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Pferdebesitzer, Tierarzt, Hufschmied, Sattler sowie weiteren Therapeuten bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. Nach der physiotherapeutischen Einheit wird in der Regel eine Ruhephase von drei bis vier Tagen empfohlen, idealerweise mit Weidegang, Paddock und leichter Bewegung, um dem Körper Zeit zur Regeneration zu geben.

Drei Bereiche der Osteopathie

Die Osteopathie gliedert sich in drei Gebiete, die in einer Behandlung individuell angewandt werden können:

CRANIO-SACRALE OSTEOPATHIE

Schädel, Wirbelsäule, Becken, Nervensystem

PARIETALE UND FASZIALE OSTEOPATHIE

Knochen, Gelenke, Bänder, Muskel- und Fasziensysteme

VISCERALE
OSTEOPATHIE

Organe, Gefäße